100 JAHRE INTERNATIONALER FRAUENTAG EIN GRUND ZUM FEIERN?

Gepostet am Donnerstag, den 3. März 2011 um 14:32 in Gender,Pressemitteilung,Verschiedenes

100 Jahre Internationaler Frauentag – Gesetzliche Quote für Vorstände, Frauenrechtsverletzungen und Wahrnehmung des Wahlrechts sind die Themen, auf die die Grünen in Frankfurt aus Anlass des 100 jährigen Jubiläums des Internationalen Frauentags am 8.3.2011 mit einem Stand am Liebfrauenberg ab 13 Uhr aufmerksam machen.

Bekannte GRÜNE LokalpolitikerInnen wie Jutta Ebeling (Frankfurter Bürgermeisterin und Frauendezernentin), Manuela Rottmann (Dezernentin für Umwelt und Gesundheit), der Grüne Bundestagsabgeordnete aus Frankfurt Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Ulla auf der Heide (frauenpolitische Sprecherin der Fraktion die GRÜNEN im Römer) und Lysanne Dobranz (frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Jugend Hessen) werden vor Ort sein und Blumen an Frauen verteilen.

Nach wie vor sind die Vorstandsposten der größten 200 Unternehmen Deutschlands nahezu ausschließlich mit Männern besetzt. Frauen nahmen 2010 nur 3,2 Prozent der Vorstandssitze ein. Dies, obwohl sich die Unternehmen bereits 2001 auf freiwilliger Basis zu einer Stärkung des Anteils von Frauen in Führungspositionen verpflichtet haben. (Quelle: DIW) „Wir fordern die Einführung einer 50%-Quote für Vorstände und Aufsichtsräte. Eine Selbstverpflichtung, den Frauenanteil auf der Führungsebene zu erhöhen, ist so wirksam, wie eine empfohlene Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen“, erklärt Ursula auf der Heide, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Römer, „es wird einzelne geben, die sich daran halten, das Ziel wird jedoch verfehlt.“

Die Stundenlöhne von Frauen liegen im Durchschnitt auch bei gleicher Qualifikation 23% unter denen der Männer. Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn meint dazu: „Einkommensdiskriminierung von Frauen wird nur überwunden, wenn sich auch das Verhalten der Männer ändert. Dafür muss die Politik die Rahmenbedingungen setzen.“

Gleichzeitig wird am Liebfrauenberg von der Grünen Jugend Hessen mit einer Blumenverteilaktion daran erinnert, dass der Internationale Frauentag in vielen Ländern nicht nur unbekannt ist, sondern Frauenrechtsverletzungen häufig an der Tagesordnung. Spruchbänder an den Blumen mahnen den notwendigen Kampf für eine gewaltfreie Welt und die Einhaltung von Rechten für Mädchen und Frauen weltweit an.

Um Frauen dazu zu motivieren, das vor 100 Jahren schwer erkämpfte Frauenwahlrecht auch bei den jetzt anstehenden Wahlen zu nutzen, werden am Stand außerdem sogenannte „Politik-Pröbchen“ verteilt, persönliche Gutscheine für Politikverdrossene, den (grünen) Politik – Betrieb in Stadt und Land begleitet von einem/einer „Buddie“ auszuprobieren.

Weitere Aktivitäten der Grünen für und mit Frauen in diesem Jubiläums-März sind sogenannte Frauen-Flash-Mobs, zu denen die Frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer Ulla auf der Heide aufruft. Passend zum Grünen Wahlprogramm „Die Stadt gehört dir“ wird das Thema: „Frauen – öffentlicher Raum – Sicherheit“ aufgegriffen. Orte, an denen sich Frauen (und Männer) eher ungern aufhalten, sollen mit Flash-Mobs, zu denen u.a. Taschenlampen, Teelichte, bunte Schals mitgebracht werden, „aufgehellt“ werden.

Außerdem gibt es „Flash-Statements“ zum Thema durch die frauenpolitische Sprecherin, aber jeweils auch eine bekannte Referentin. Am 3.3. wird die Grüne Umweltdezernentin, Dr. Manuela Rottmann am S -Bahnhof Niederrad „mitmobben“ am 10. 3. werden am S -Bahnhof Lokalbahnhof Vertreterinnen des Frankfurter Frauennotrufs und am 16.3. (Ort wird kurzfristig bekannt gegeben) die grüne Stadtplanerin Beate Huf mit einem Statement dabei sein.

(c) Kreisverbandes Frankfurt am Main von Bündnis 90/Die Grünen