Antrag: Der älter werdenden Gesellschaft gerecht werden – Barrieren in Wohnungen und im Wohnumfeld abbauen

Gepostet am Montag, den 10. Oktober 2011 um 13:34 in Parlamentarische Initiativen,Verschiedenes

Antrag der Abgeordneten Daniela Wagner, Elisabeth Scharfenberg, Tabea Rößner, Markus Kurth, Bettina Herlitzius, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Dr. Anton Hofreiter, Stephan Kühn, Ingrid Nestle, Dr. Valerie Wilms, Cornelia Behm, Harald Ebner, Hans-Josef Fell, Kai Gehring, Bärbel Höhn, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Undine Kurth (Quedlinburg), Nicole Maisch, Friedrich Ostendorff, Dr. Hermann E. Ott, Dorothea Steiner, Markus Tressel und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Das Angebot an barrierefreiem und barrierearmem Wohnraum liegt in Deutschland weit unter dem Bedarf. Ältere Menschen und Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung haben häufig Schwierigkeiten, bedarfsgerechten Wohnraum zu finden. Nicht zuletzt der demographische Wandel erfordert weitreichende Anpassungen des deutschen Wohngebäudebestandes. Das Bundes- ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geht davon aus, dass derzeit weniger als 500 000 Wohnungen altersgerecht gestaltet sind. Barrierefreiheit bei Neubauten und Barrierereduktion im Gebäudebestand finden immer noch zu wenig Berücksichtigung. Dabei wird kurzfristig ein zusätzlicher Bedarf von rund 2,5 Millionen barrierefreien bzw. barrierearmen Wohnungsangeboten prognostiziert, der bis 2030 auf drei Millionen ansteigen soll. Den Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge ist für diesen umfassenden Umbauprozess ein Investitionsvolumen von 39 Mrd. Euro nötig, wohingegen der spezifische Mehraufwand zur Erreichung des altersgerechten bzw. barrierefreien Zustands bei rund 18 Mrd. Euro liegen soll.

Vor diesem Hintergrund muss das Programm „Altersgerecht Umbauen“ der KfW Bankengruppe dringend fortgeführt werden.

Der vollständige Antrag Drucksache 17/7188 als PDF

Video: Interview zu den Kernpunkten der grünen Rentenpolitik auf Rentenfernsehen.de

Gepostet am Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 17:02 in Altersarmut,Rente mit 67

Am 14. September stand der Rentenpolitische Sprecher der Bündnis 90-Die Grünen-Bundestagsfraktion, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn Rentenfernsehen.de Rede und Antwort. Im Interview erläutert er die Kernpunkte der grünen Rentenpolitik und erläutert auch seine Haltung zur “Zuschuss-Rente” und der Rente mit 67.

Zum Eintrag auf Rentenfernsehen.de

Rede zur Großen Anfrage der Grünen „Altersarmut in Deutschland“

Gepostet am Freitag, den 30. September 2011 um 14:28 in Altersarmut,Alterssicherung,Parlamentarische Initiativen

131. Sitzung vom 30.09.2011

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ganz kurz zu Herrn Kober. Wir haben in unserer Großen Anfrage unter anderem nach zielgruppenspezifischen Maßnahmen gefragt. Wir wollten wissen, ob die Bundesregierung Antworten auf diese Fragen hat.

(Pascal Kober (FDP): Wir wollen ja Ihre Antworten hören! – Gegenruf der Abg. Elke Ferner (SPD): Ja, wer regiert denn?)

Von der Bundesregierung, die auch beim Regierungsdialog gefordert ist, kam immer nur die Antwort: Nein, wir planen keine speziellen Maßnahmen für spezielle Gruppen.

Euro-Retter oder Euro-Rebell? So stimmen Hessens Abgeordnete ab

Gepostet am Dienstag, den 27. September 2011 um 18:04 in Finanzkrise,Verschiedenes,Wirtschafts- und Finanzpolitik

Special bei hr-online zur Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm

hr-online: Wie werden Sie in der Abstimmung über die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds abstimmen?

Ich werde zustimmen.

Warum?

Die Ausweitung der Kompetenzen und des Finanzvolumens des EFSF ist notwendig, weil damit Instrumente geschaffen werden, die als Notmaßnahmen gegen die Finanz- und Schuldenkrise erforderlich sind. Z.B. wird die Möglichkeit geschaffen, dass der EFSF Staatsschuldenpapiere zum Marktpreis aufkauft, wodurch eine direkte Gläubigerbeteiligung gesichert wird. Instrumente wie diese hätten schon wesentlich früher eingerichtet werden müssen, um das Ausmaß der Krise zu begrenzen und um private Gläubiger stärker als bisher an den Kosten der Krise zu beteiligen.

Dieser Schritt ist aber leider alles andere als ausreichend. So wird die Krise nur dann nachhaltig bewältigt werden, wenn die Finanzmärkte stärker reguliert und die kurzfristigen Notmaßnahmen mit einer mittel- und langfristigen Perspektive verbunden werden.

„Zwischen Frankfurt und Berlin“

Gepostet am Montag, den 26. September 2011 um 15:06 in Verschiedenes

Frankfurt Neue Presse: „Wo fühlt sich ein MTK-Politiker zu Hause? Wolfgang Strengmann-Kuhn ist für den Main-Taunus-Kreis im Bundestag. Er lebt in Frankfurt und arbeitet in Berlin. Doch wo liegt seine Heimat?“

Von Kieran Geiß
 
So richtig gehört er ja gar nicht in den Main-Taunus-Kreis. Zwar ist Wolfgang Strengmann-Kuhn im Wahlkreis 181, zu dem der Großteil des Main-Taunus-Kreises sowie die Hochtaunus-Kommunen Königstein, Kronberg und Steinbach gehören, für die Grünen zur Bundestagswahl angetreten. Doch sein Leben spielt sich eigentlich woanders ab. Er ist Bockenheimer.Dort lebt auch seine Familie, die meiste Zeit ist er jedoch in der Bundeshauptstadt. „Ich arbeite in Berlin, ich wohne in Frankfurt.“ In Berlin „komme ich nicht zum Leben“, sagt er. Von 8 bis 22 Uhr sei er dort auf Achse. „Da ist nicht viel Luft“, meint er. Die habe er dann in Frankfurt, dennoch sei es schwer, sich mit Freunden zu treffen – er hat schließlich Familie, auch die fordert ihr Recht.Er ist von Montag bis Freitag in Berlin, das hängt auch vom Sitzungsplan ab. Montags um 10 Uhr nach Berlin, freitagabends ist er dann wieder hier. Wo er sich zu Hause fühlt? „Heimat sind nicht nur Häuser und Gebäude, sondern auch Menschen, die dort leben.“

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Die Grüne Garantierente

Gepostet am Donnerstag, den 15. September 2011 um 17:47 in Altersarmut,Alterssicherung

Bereits heute haben ca. 2 Millionen Ältere in Deutschland ein Einkommen unterhalb der EU-Armutsrisikogrenze. Bedrohlich ist, dass ohne Gegenmaßnahmen nach allen Prognosen die Altersarmut und Bezug von Grundsicherung im Alter in den nächsten Jahren gravierend zunehmen wird. Zentrale Gründe sind das sinkende Rentenniveau, die dauerhaft hohe Arbeitslosigkeit, veränderte, nämlich fragmentiertere, Erwerbsbiographien, eine Vergrößerung des Niedriglohnsektors und eine Zunahme von Selbständigen mit geringen Einkommen. Ältere haben nur in den seltensten Fällen die Möglichkeit, ihre Situation noch zu verändern. Auch deswegen ist die Bekämpfung der Altersarmut sehr wichtig. Besonders betroffen von Altersarmut sind heute Personen mit unterbrochenen Versicherungsbiografien, Teilzeiterwerbstätige, Geringverdienende, alleinstehende Frauen und über 75-Jährige. Wir wollen, dass einerseits die Grundsicherungsleistungen verbessert werden und andererseits die Rentenversicherung so ausgestalten, dass der Bezug von Grundsicherung im Normalfall vermieden wird.

Wir setzen den nun vorgelegten Vorschlägen der Bundesregierung unser Konzept der Garantierente gegenüber, das eingebettet ist in ein Bündel von Maßnahmen gegen Altersarmut. Dabei soll die Gesetzliche Rentenversicherung das Kernstück der Sicherung im Alter bleiben. Durch die unten aufgeführten Maßnahmen soll erreicht werden, dass die Grundsicherung wirklich nur das letzte Netz der sozialen Sicherung für möglichst wenige Ausnahmefälle bleibt.

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